Ergebnisdokumentation
Das im Juni 2007 gestartete Nationale Qualitätssicherungsprojekt der „KIQ muskuloskelettale Rehabilitation“ wurde 2009 – nach dem zweiten Pilotjahr – mit der Auswertung einer repräsentativen Zahl standardisierter Fragebogen zur subjektiven Gesundheit bei Patienten mit Beinproblemen abgeschlossen.
Gemessen an den beiden medizinischen Skalen WOMAC (Funktionsfragebogen untere Extremität) und SF-36 (allgemeine Gesundheit) kann eine signifikante Mobilitäts- und Schmerzverbesserung während der Reha dokumentiert werden, und zwar sogar dann, wenn zu Beginn der Rehabilitation der Komorbiditätsindex hoch und das Alter fortgeschritten sind und grosse Funktionsdefizite vorliegen.
Die Resultate belegen, dass trotz des zunehmend schwierigen Reha-Umfeldes die Indikationsqualität der Zuweisungen unabhängig von Alter und Komorbidität stimmt.
Als „objektive“ Outcome-Messung wurde 2008 bei allen Austritten die Funktionsverbesserungen aufgezeichnet, die durch Fachpersonen der Rehabilitation beobachtet resp. gemessen worden waren. Die Funktionsverbesserungen wurden anhand des TUG erhoben (Timed get up and go-Tests = Aufstehen vom Stuhl, 3 m gehen in normalem Tempo, sich umdrehen – wieder zurückgehen – absitzen).
Dies zeigt, dass bereits unterschiedliche Operationsindikationen und Lokalisationen (Unfall oder Wahleingriff) in der Rehabilitation nicht pauschal als „Problem untere Extremität“ abgebildet werden können. Schon grobe Indikationsgruppierungen zeigen, dass Patientinnen und Patienten die Rehabilitation auf unterschiedlichen Funktionsniveaus beginnen und sie – je nach Zielsetzung – auch unterschiedlich beenden. Mehrfach Verletzte, Anzahl Komplikationen und Komorbiditäten wie auch Anforderungen in der häuslichen Situation und deren Auswirkung auf den Rehabilitationsprozess sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Auch ältere Patienten profitieren vom Programm und verzeichnen einen Gangsicherheits-Gewinn.




